Link verschicken   Drucken
 

Geschichte

Wir sind stolz auf unsere Traditionen und pflegen die verschiedenen Brauchtümer gerne. Die verschiedenen kulturellen Vereinigungen unserer Ortsgemeinde zeigen, dass auch die Bürgerschaft der Geschichte ein ehrendes Andenken bewahrt. Der nachfolgende Text zeigt Ihnen den Beginn sowie die Gegenwart unserer Ortsgemeinde.

 

Die wenigen keltisch-germanisch-romanischen Bevölkerungsgruppen, die die Zeit überstanden hatten, vermischten sich nach der Völkerwanderung mit dem fränkischen Volksstamm. Der Name Schillingen dürfte aus dieser frühen fränkischen Zeit abzuleiten sein. Die Endung -ingen stand für Stamm oder Sippe, der Wortstamm "Schello" stand für Hengst und ist auf keltische Ursprünge zurückzuführen. Demnach wäre Schillingen die Siedlung des Mannes gewesen, der den Hengst besaß. Die frühe Entstehungsgeschichte, ist in unser Ortswappen eingeflossen. So wurden 1876 im Distrikt Karmet die Reste eines heidnischen Grabmals gefunden. Unter einem ausgehöhlten Steinquader, der der Aschenaufnahme diente, lag ein dreieckiger Sandstein, der heute in der Fassade des Hauses Geisen zu sehen ist. Er zeigt zwei wappenartig gegeneinander gestellte Fabeltiere mit Pferdekopf und -vorderbeinen und mit einem Schlangenleib. Dieses Motiv diente als Grundlage für das Schillinger Wappen.

 

Hellberg

(Unsere Aufnahme zeigt Schillingen in den 40´Jahren.)

 

Heute stellt sich die Ortsgemeinde als attraktives Eingangstor zum Hochwald dar. Inmitten des Naturparks Saar-Hunsrück liegt die Gemeinde in einer reizvollen Mittelgebirgslandschaft. Schillingen ist Teil der Gebietskörperschaft der Verbandsgemeinde Kell am See, bestehend aus den Ortsgemeinden Baldringen, Greimerath, Heddert, Hentern, Kell am See, Lampaden, Mandern, Paschel, Schillingen, Schömerich, Vierherrenborn, Waldweiler und Zerf. Die Verbandsgemeinde Kell am See ist in ihrem heutigen Zuschnitt bei der Verwaltungsreform im Jahre 1970 aus sechs Gemeinden gebildet worden und stetig gewachsen. Der Verbandsgemeindebezirk war vor dem 2. Weltkrieg fast ausschließlich land- und forstwirtschaftlich strukturiert. Nach dem Krieg vollzog sich durch Industrie- und Gewerbeansiedlungen, durch starke Vermehrung des Handels, des Gewerbes und der Dienstleistungsbetriebe und nicht zuletzt durch die Entwicklung des Fremdenverkehrs ein Strukturwandel, so dass die Verbandsgemeinde Kell am See heute einen gesunden, eigenständigen Wirtschaftsraum darstellt. Industrie und Gewerbe, Fremdenverkehr sowie Land- und Forstwirtschaft bilden heute auch in Schillingen die existenziellen Schwerpunkte.

 

Rund 1.230 Einwohner zählt die Ortsgemeinde Schillingen derzeit. Dem Besucher bietet sich heute das Bild einer modernen Ortsgemeinde, in der neben den üblichen Infrastruktureinrichtungen auch zahlreiche öffentliche Einrichtungen wie z.B. Kindergarten, zweizügige Grundschule, Kirche, Pfarrheim, Mehrzweckhalle, Spielplätze sowie Sportanlage mit Tennisplätzen zu finden sind. Mit Recht können die Bürger Schillingens auch stolz sein auf ein gut ausgebautes und interessantes Rad- und Wanderwegenetz. Mit dem Fleschfelsen verfügt Schillingen gar über ein Naturdenkmal. Nicht zuletzt der, am Ortsrand gelegene Stausee genannt, zieht den Besucher mit wunderschöner Idylle in seinen Bann und lädt zum Verweilen ein.

 

Hellberg heute